Wie kann ein Artikel produziert werden, der aus einer Stückliste besteht?

Ab der Version 10 können Sie bei AMICRON-FAKTURA direkt aus dem Stücklistenfenster einen Artikel aus den hinterlegten Stücklistenartikeln produzieren. Drücken Sie dazu den neuen Schalter Produzieren.

Artikel-Stueckliste

Es wird dann der Dialog Artikelbuchung aufgerufen, in dem die zu produzierende Menge eingegeben werden kann. In diesem Fenster befindet sich eine neue Option Artikel aus den Artikeln der Stückliste produzieren, die nur angezeigt wird, wenn es sich um einen Stücklistenartikel handelt.

artikel-buchung-bestand

Sofern Sie diese Option aktivieren, wird die im Feld „+/- Änderung“ eingegebene Menge aus den zugeordneten Stücklistenartikeln hergestellt, d.h. die Menge wird dann automatisch beim Hauptartikel hinzugebucht und bei den Stücklistenartikeln abgebucht, sofern in den Stammdaten „Bestand führen“ aktiviert wurde. Bei mehrstufigen Stücklisten erfolgt die Buchung nur bei den direkten Stücklistenartikeln (oberste Ebene). Die unteren Ebenen, also die Unterstückliste der Stückliste, bleiben unverändert.

Vor dem Buchen wird geprüft ob der Bestand (Menge-Reserviert) ausreicht. Falls nicht, erhalten Sie eine entsprechende Warnung.

4 Gedanken zu „Wie kann ein Artikel produziert werden, der aus einer Stückliste besteht?

  1. Martin Katzenschwanz

    Ihre Anleitung ist meines Erachtens falsch, weil mit den falschen Stücklisten-Einstellungen gearbeitet wird.

    Einstellungen in der Stückliste: (diese Einstellung wird als Beispiel angegeben!)
    – Buchen: Hauptartikel: ja
    – Buchen: Stückliste: ja
    => Dann wird beim Rechnungen schreiben doppelt abgebucht: Das produzierte Bauteil und die Stücklistenartikel. Der Umsatz verdoppelt sich, die Bestände stimmen nicht mehr.

    Einstellungen in der Stückliste (besser, aber sehr aufwändig):
    – Buchen: Hauptartikel: ja
    – Buchen: Stückliste: nein
    => Dann lassen sich beim „produzieren“ die Stücklistenartikel abbuchen. Beim Rechnungen schreiben wird der Hauptartikel abgebucht. Umsätze und Mengen stimmen, wenn man sehr einfach aufgebaute Stücklisten hat (mit Strukturstücklisten, die auch mal einen Hauptartikel als Stücklistenartikel verwendet, funktioniert´s dann immer noch nicht).

    Diese Einstellung funktioniert aber nur dann, wenn man jeden (!) Hauptartikel zuerst produziert und erst dann verschickt.

    Fazit: Vielen Dank für diese Funktion. Sie geht in die richtige Richtung. Allerdings ist das in dieser Form für einen Produktionsbetrieb ungeeignet.

    Mit freundlichen Grüssen

    Martin Katzenschwanz

    KVT GmbH

  2. Andreas Kleine Artikelautor

    Es stellt sich die Frage, was die optimale Lösung wäre.
    Automatisches Produzieren über alle Stücklistenebenen, sobald auf „produzieren“ geklickt wird?
    Oder automatisches Produzieren über alle Ebenen, sobald der Hauptartikel in den Auftrag übernommen wird bzw. der Auftrag gebucht wird?
    Auf jeden Fall ist eine zusätzliche Option geplant, über die gewählt werden kann, ob es sich um eine Produktionsstückliste handelt oder um eine Handelsstückliste.
    Wenn eine Produktionsstückliste aktiviert ist, wird der von Ihnen beschriebene erste Fall automatisch abgefangen.

  3. Andreas Weiske

    Sehr geehrter Herr Kleine,

    auch wir sind interessiert an einer zusätzlichen Option bei den Stücklisten.
    Für uns ist es wichtig aus vorhandenem Rohmaterial Artikel zu produzieren.
    Im Beispiel haben wir Klebeband als große Rolle in Breiten von 1000mm. Wenn wir zb. eine Rolle von 10mm Breite produzieren erstellen wir einen Arbeitsauftrag über Auftragsbestätigung, damit das Material reserviert wird.
    Die Produktion muß nach Fertigstellung der 10mm Rolle den Artikel in den Bestand buchen. Dies geschieht mitunter später als die Rechnung erstellt wird. Also muß hier gewährleistet sein, das keine Doppelbuchungen entstehen. Ebenso muß bei Wareneinkäufen das Rohmaterial ordnungsgemäß verbucht werden. Ich bin mir nicht sicher ob Version 10 von Amicron diese Features beherrscht bzw. ausführen kann. In sofern muß ich Herrn Katzenschwanz zustimmen. Gern lassen wir uns natürlich eines Besseren belehren. Es würde Amicron weitere Pluspunkte einbringen. das Programm ist bis heute für uns eine sehr gute Entscheidung gewesen.

    Mit freundlichen Güßen,

    Andreas Weiske
    1A Tapes e.K.

  4. Frank Masurek

    Also ich muß hier mal ein Lob aussprechen. Die seit Jahren geforderte Möglichkeit Stücklistenartikel quasi virtuell zu produzieren wurde in FA 10 jetzt umgesetzt. Ich war positiv überrascht, weil ich das in den Neuerungen gegenüber FA 9 gar nicht wahrgenommen hatte. Allerdings ist die Praxistauglichkeit noch etwas verbesserungsbedürftig.

    Ich könnte ja damit leben, dass eigentlich nur die Einstellung:

    Hauptartikel buchen: ja
    Stückliste buchen: nein

    im Zusammenhang mit der Produktion Sinn macht. Aber das sollte auch dann noch funktionieren, wenn ein Stücklistenartikel gleichzeitig Hauptartikel für eine andere Stückliste ist. Dann wäre es perfekt.

    Man kann den Bestand des Hauptartikel ja ins Minus laufen lassen, wenn die Rechnung ausnahmsweise einmal geschrieben werden soll, bevor der Artikel physisch produziert ist. Im Nachhinein wird er dann eben virtuell „nachproduziert“. Da sehe ich kein Problem.

    Der Bestellvorschlag funktioniert dann natürlich nur, wenn man die Produktionsdaten wieder auf dem Laufenden hat. Aber das ist ja auch o.k. so.

    Nur die Sache mit „Unterstücklisten“ sollte noch einmal angepackt werden.

    Gruß

    Frank

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